Dreimal Erdbeeren zum Frühstück mit Toast, Chia oder Joghurt

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Erdbeeren-Frühstück

Dick und prall wie ein Babypo, rot wie ein Sonnenuntergang im Meer von Capri, süß wie ein Welpe, saftig wie ein Smoothie. Die Rede ist von Erdbeeren. Die Saison beginnt. Endlich! Warum so blödes Langweiler-Obst wie Äpfel und Birnen Dauergäste im Supermarkt sein dürfen und die kesse Erdbeere immer nur auf sommerliche Stippvisite vorbei schaut, ist eine blöde Laune der Natur. Echt jetzt. Aber anstatt zu jammern, machen wir lieber das Beste aus ihrem kurzen Besuch. Lasst uns Vanillejoghurt an ihren roten Rundungen herunterrinnen lassen und knackigen Toast unter ihr heißes Fahrgestell schieben. Sie wartet nur darauf, vernascht zu werden. Hey, sie will es doch auch!

Deshalb hier drei Frühstücksrezepte mit Erdbeeren: Erdbeer-Toast, Erdbeer-Joghurt, Erdbeer-Chia-Pudding. Zum Detoxen, Energizen, Rejuvenaten. Denn die Erdbeere sieht nicht nur super aus, sondern hat auch volle Vitaminpower.

Vor allem die Chia-Variante ist ein Bikinifigur-Wegbereiter: Chia-Samen, sogenanntes Superfood, enthalten ja angeblich allen Klimbim, den der Körper braucht, Omega-drei, Kalzium, Eisen, pipapo. (Mehr wissen? Bitte hier entlang >) Chia ist geschmacksneutral und absorbiert flott alle möglichen Geschmäcker, mit denen ihr es in Berührung bringt. Zum Erreichen der Pudding-Konsistenz packt ihr die Samen über Nacht in eine Flüssigkeit eurer Wahl: z.B. Sojamilch, Mandelmilch, Fruchtsaft. Als Gewürze eignen sich z.B. Kardamom, Vanille, Kakao, Kokos. Schnippst einfach eure Phantasie an. Chia-Samen sind relativ teuer, 7€ für ein Päckchen bei Alnatura, das etwa für eine Frühstückswoche hält. Aber manche Menschen geben fünf Euro am Tag für Zigaretten aus, mal zum Vergleich, das hier ist das definitiv lohnenswertere Investment.

Genug geschwafelt, ran an die Beeren.

Chia-Pudding-Schokolade-Erdbeer

Erdbeerrezepte

Erdbeer-Frühstücksrezepte

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Schnelles Geschenk aus der Küche: Schokolade selber machen, zum Beispiel Chai-Schokolade

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selbstgemachte-schokolade

Die letzte volle Woche vor Weihnachten hat begonnen. Oh Schreck, oh Stress, oh Du Heilige. Falls ihr noch ein schönes Last-Minute-Geschenk für Naschkatzen sucht, hab ich eins für euch: Selbstgemachte Schokolade. In einer Stunde fertig zum Anbeißen und wunderschön.

Das Tolle: Ihr könnt herum experimentieren. Gewürze, Lavendelblüten, Kekskrümel. Wie es euch gefällt.

Als Grundkombination empfehle ich getrocknete Früchte und Nüsse, letztere am liebsten schön salzig. Voll der Hit mit dunkler Schokolade.

Mir als Chai-Fan fiel natürlich zuerst Chai-Schokolade ein. Ob das geht? Und wie das geht! Einfach die wichtigen Gewürze zusammenmischen und unterrühren, schon habt ihr eine – irgendwie tiefgründig schmeckende Schokolade. Ein Glas Rotwein dazu gefällig? Das würde passen, vielleicht anstelle von Käse.

Da es nur ganz wenige Zutaten sind, müssen die besonders gut sein. Lieber die teure Bio-Schokolade kaufen, denn sie macht 80% des Geschmacks aus.

Ja, ich weiß, ihr seid im Weihnachtsstress. Nicht lang schnacken, Schokolade einpacken!

Ach so, und meine vier ultimativen – unter Blut, Schweiß und Tränen erworbenen – Tricks, wie man Schokolade schmilzt ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen, schenke ich euch gratis dazu.

Ist ja Weihnachten.

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Top5 Must eats in der Türkei – ganz schön süß, die Türken!

Merhaba! Frisch zurückgekehrt aus dem Türkei-Urlaub. Zwei Wochen lang fabelhafte Temperaturen und keine Wolke am Himmel. Das nenne ich goldener Oktober! Dass in der Türkei Döner, Kebab und Pide auf einen warten, wusste ich vorher schon, aber diese Top5 waren meine Entdeckungen in diesem Urlaub. Natürlich ohne Anspruch auf Objektivität, die Auswahl tendiert leicht zur süßen Seite des Lebens.

1. Gözleme, türkischer Pfannkuchen

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goezeleme

Türkischer Pfannkuchen aus Yufka-Teig mit wahlweise herzhaftem oder süßem Innenleben. Mein Favorit: Spinat, Käse und Kräuter-Füllung. Geht super als Frühstück oder Snack zwischedurch. Der Teig wird aus Mehl, Wasser und Salz gemacht und der Pfannkuchen auf einer nach oben gewölbten Platte gebacken. Oben die vier Frauen, die auf dem Markt Goezeleme im Akkord produzierten.

2. Manti [sprich: Mante]

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Türkische Ravioli, die mit einer Sauce aus Joghurt, Minze und Knoblauchserviert werden. Gefüllt mit Hackfleisch (meist vom Lamm), Linsen oder Kichererbsen. Sie ähneln den chinesischen dumplings, werden ebenfalls nur kurz in heißem Salzwasser aufgebrüht. Gibt es in jedem Supermarkt zan der Frischetheke zu kaufen, in Restaurants habe ich sie nur einmal auf der Karte gesehen.

3. Baklava

baklava

Die Türken können Süßigkeiten. Genau wie die Italiener, Portugiesen und Engländer. Ich wurde definitiv im falschen Land geboren, da ist irgendwas in der Reinkarnationskette schief gelaufen. Baklava ist dieses supersüße Gebäck aus Blätterteig, Honig und Pistazien oder anderen Nüssen. In den großen Supermärkten wie Migros oder Kipa gibt es eine Theke allein für dieses Himmelszeug. Schmeckt gekühlt am besten, finde ich. Allerdings reicht ein Stückchen aus, um den Nasch-Drang zu befriedigen, auch wenn mich die Türken immer ausgekichert haben, wenn ich nur zwei oder vier Stück orderte.

4. Ülker Zartbitterschokolade mit Pistazien

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Diese Zartbitterschokolade ist der Hit: Dunkel, nicht zu süß je nach Wahl mit 54% oder 60% Kakaoanteil und reichlich Pistazien gespickt. Ein Täfelchen kostet knapp einen Euro, weswegen ich das Supermarktregal geleert habe und 20 Vorratstäfelchen jetzt in meinem Eisfach liegen. Es gibt auch eine Nestlé-Variante, aber aber diesen fiesen Konzern wollen wir nicht unterstützen, lieber die türkische Variante kaufen.

5. Türkischer Kaffee mit Lokma

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Noch was für den süßen Zahn: Türkischer Mokka wird in einer kleinen Tasse wie Espresso siedendheiß getrunken oder besser: geschlürft. Für deutsche Gaumen ist der untere Kaffeesatz eine harte Nummer, Türken finden das jedoch das Beste am ganzen Kaffee. Das Kaffeesatzlesen gehört fest zur türkischen Kultur. Dazu soll man die ausgetrunkene Tasse mit der Untertasse bedecken, umdrehen und nach zehn Minuten ist der kalte Kaffeesatz nach unten gelaufen. Aus dem entstandenem Muster lässt sich die Zukunft vorhersagen.

Zum Mokka wird Lokma gereicht, eine weiche, in Puderzucker gewältze Süßigkeit aus gekochtem Sirup mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ich mochte Minze am liebsten. Es gibt aber auch Zimt, Rosenwasser, Limone oder Orange.

Rote Bete-Burger und Steckrüben-Pommes, von Kindern und Männern empfohlen

rote-bete-burgervegetarische_burgerSamstag waren wir mit Freunden beim Kolumbianer. Ich habe noch nie vorher kolumbianisch probiert. (Das Restaurant liegt etwas versteckt beim Michel, hier.) Auf der Karte fand sich sage und schreibe EIN vegetarisches Hauptgericht. Alles andere strotzte vor Fleisch: Gebackener Schweinebauch, Steak, Rinderhacktaschen … ich hatte gezupftes Huhn auf frittierter Kochbanane. Wirklich lecker.

Da wir zwei Vegetarier im Gepäck hatten, kam die Frage auf, auf wie viel man eigentlich verzichtet, wenn man keine tierischen Produkte isst. Verzichtet man überhaupt oder ist das nur eine Sache der richtigen Veggie-Rezepte?

Nach dem Genuss des Rote Bete-Burgers einen Abend später sage ich: Letzteres. Sogar mein fleisch-affiner Freund war hin und weg von den rosa Buletten und meinte, er wäre nie darauf gekommen, dass kein Fleisch drin ist. Und der elfjährige Sohn einer Freundin, dem wir eine kleine Extrawurst gebraten hatten, weil wir dachten, einem Kind könne man so einen Gesund-Futter nicht ernsthaft auftischen, probierte (aus eigenem Antrieb! Kein Zwang) und spendierte ein dickes Lob. Nämlich: „Ziemlich gut.“

Das Rezept habe ich leider nicht selbst erdacht, sondern von dem tollen Blog Green Kitchen Stories stiebitzt. (Wie famos die Burger bei denen aussehen im Vergleich zu meinen Gurken-Fotos, was?) Die Steckrüben-Pommes sind aber von mir.

Denn man to – Pommes und Burger in GESUND!

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Herbstliches Risotto mit Vanillebutter

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Die neue Ausgabe der Lust auf Genuss inspirierte mich zu diesem Gericht: Risotto mit Kürbis, Maronen und Speck in einer pikanten Vanillebutter! Leider sieht das Foto nicht annähernd so gut aus wie es in echt lecker war. Aber wer hat schon Ruhe für ein ausgiebiges Fotoshooting, wenn ein Typ mit gezückter Gabel um die Teller schleicht und fünfmal fragt, wann es losgeht.

Daher müsst ihr mir einfach glauben: Das war ein Hit! Der Herbst bringt ja ein paar nette Gemüse mit sich, die wohl die frühe Dunkelheit aussöhnen sollen. Kürbis und Pilze finde ich die perfekte Kombi, schmeckt wie frisch aus dem Erdreich. Der Star war die Vanillebutter: Scharf, süß, exotisch. In der Lust auf Genuss servieren sie die zu Hirschfilet, sieht auch famos aus (bestimmt toll als Weihnachts-Dinner).

Dazu noch ein Gläschen Rotwein und dann kann er kommen, der olle Herbst.

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Bannoffee pie und die Entdeckung der Doppelhelix

BannoffeeBannoffee PieRule, Britannia, Britannia rule the world! Nee, nicht wegen Kate und William und dem krakeelenden Spross. Wegen der Desserts, Leute, wegen diesem verdammten Händchen für Nachspeisen. Deshalb gehören die Engländer in den Himmel und sollen meinetwegen auch das nächste WM-Finale gegen Deutschland gewinnen. Da, ich hab’s gesagt!

Mir doch egal. Allein für dieses Kronjuwel – das Bannoffee [sprich: Ba-noff-fi] – haben sie es verdient.

Ok, ich mag in Sachen Süßspeisen nicht der objektivste Berichterstatter sein. Wenn es nach mir ginge, müsste man sich nicht lang mit dem Hauptgang aufhalten, sondern gleich zum Wesentlichen kommen, dem Dessert.

Aber Bannoffee verdreht jedem die Zunge.

Mousse au chocolat? Ja, nee, netter Versuch.

Tiramisu? Pfffff, stell Dich hinten an.

Götterspeise? Hallo-hoo?

B.a.n.n.o.f.f.e.e. is the real shit.

Und hier in Deutschland kennt es kaum einer! Was ist da los? Dieser Trick mit der Dose Milchmädchen, die nach zwei Stunden köcheln zu flüssigem Karamell wird – ich find’s irre.

Mein erstes Bannoffee hatte ich in einem portugiesischen, von einem britischen Ehepaar geführten Landhotel. Lange Jahre zogen ins Land. Sinnlose Jahre, denn ich hatte kein Bannoffee-Rezept. Und dann entdeckte ich es in einem Strandcafé auf Paros auf der Karte. Die Inhaber waren ebenfalls Briten. Ich pfiff die Mädels zurück, die schon Richtung Strand trabten und zwang sie, sofort Bannoffee zu essen.

And the rest is history. Seitdem ist das weltbeste Dessert fester Bestandteil jedes Party-Buffets in unserem Freundeskreis.

Und wer hat’s erfunden?

Ian Dowding Anfang der Siebziger Jahre. Damals Chefkoch des Hungry Monk (Hungry Monk – so süß, die Briten) in Sussex. Ursprünglich sollte das süße Goldstück „Blum’s coffee toffee pie“ heißen, bis jemandem die verkürzte Variante einfiel. Dowding mag mittlerweile nicht mehr über seinen Geniestreich reden: „Es ist ja nicht so, als hätte ich die Doppelhelix entdeckt.“ So bescheiden, der olle Dowding. Ich mein – wer braucht schon die Doppelhelix?

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