Ist es ein Falafel? Ein Taco? Ein Falaco!

Falaco, Arabien trifft MexicoFalafel? Nee, FalacoFusion food und Finger food in einem

Mann, das war eine lange Pause. Ohje, ohje, ohje. War gar nicht so beabsichtigt, ist einfach so passiert. Das Leben eben manchmal.

Aber nicht lange Jammern, lasst uns lieber feiern. Und zwar eine Fusion Party. Hat nichts mit dem Festival zu tun, sondern mit Fusion Food, wie man so ein Rezept neudeutsch nennt. Wenn sich zwei unterschiedliche Kulturen oder Küchen treffen und das allerbeste daraus machen. Wer feiert denn jetzt hier zusammen? Na, Arabien und Mexico. Die einen bringen den Falafel zur Party mit, die anderen den Taco. Zusammen sind sie mehr als nur die Summe ihrer Teile. Die Avocado schmiegt sich an die Paprika als hätte sie nie etwas anderes im Leben getan, der Käse amüsiert sich ungeniert mit der Tahini, Chili und Kardamom mischen den Tofu auf, Minze und Haselnuss verstehen sich prächtig.

Was für ein Fest!

Achso, ja, Asien ist auch dabei. Damit sich der ferne Osten bei dieser multikulturellen Veranstaltung nicht ausgeschlossen fühlt, habe ich auch die scharfe Tante Sriracha eingeladen. Die heizt jeder Party richtig ein. Sie bestand darauf, den unlustigen Tofu mitzubringen. Das olle Mauerblümchen, dachte ich, ob der nun da ist oder nicht… Aber dann nahmen die Gewürze ihn unter ihre Fittiche und – oha, der kann auch anders, der Tofu.

Ach, ist sie schön, diese zusammenwachsende Welt.

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Mexico: Huhn mole poblano mit Honig-Limetten-Romanasalat

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Huhn mit Schokoladen-Chili-Sauce

Huhn mit Schokoladen-Chili-Sauce

Bislang dachte ich bei mexikanischer Küche an Tortilla, Guacamole, Chili con carne. Dabei gibt es dort soviel mehr, z.B. Huhn mole poblano. Wie lecker! Das deutsche Huhn war sicher auch überrascht, sich in einer Schokoladen-Chili-Sauce wiederzufinden. Leider kann ich mit keiner Anekdote zu diesem Land aufwarten, da ich noch nie in Südamerika war (steht aber auf dem Reisewunschzettel). Dafür habe ich ein wenig die Geschichte zu dem Nationalgericht recherchiert.
Mole bedeutet soviel wie Sauce, wobei die Konsistenz viel dicker ist, fast pastenähnlich. Moles sind eine große Sache in Mexiko, jede Familie hatte ihr persönliches Geheimrezept, das die Frauen von Generation zu Generation weiterreichten. Moles wurden vor allem zu besonderen Festen und Anlässen gekocht, da es ein wahnsinniger Aufwand ist. (Die, die ich gemacht habe, ist stark vereinfacht) Eine echte Mole hat bis zu 70 Zutaten, manche allein bis zu zehn verschiedene Chilisorten. Der Clou an Mole ist das richtige Mischen der vielen Zutaten, das Zerstoßen und Stampfen kann bis zu einen ganzen Tag in Anspruch nehmen und ist echte körperliche Arbeit. Deshalb gibt es heute fertige Pasten in vielen mexikanischen Supermärkten. Manche Frauen kochen aber auch zuhause ihre Zutaten ein – meist in rauen Mengen, da sie sich im Kühlschrank etwas hält – und bringen diese dann in einem riesigen Topf zu einem benachbarten „Molino“, der über eine professionelle Mühle verfügt.
Die Ursprünge der von mir gemachten mole poblano (die bekannteste mole) sind umstritten, manche schreiben es den Azteken zu, andere meinen, die Azteken wären nie auf so eine verrückte Idee gekommen, Schokolade zu kochen. Eine andere Legende sagt, Nonnen hätten für den Besuch des Erzbischofs hastig die einzigen Zutaten zusammengeworfen, die sie hatten und damit das Nationalgericht begründet.
Wie auch immer, Huhn mole poblano lässt die Geschmacksnerven Salsa tanzen – ganz schön scharf und durch Schokolade, Zimt und Co. eine tolle Tiefe. Um dem dunkel-sinnlichen Geschmack etwas Leichtes entgegenzusetzen, gab es dazu Salat, der Süße und Frische mit zur Party brachte. Weiterlesen