Som Tam, grüner Papayasalat

som_tam_papaya_salatpapaya_salatSom Tam ist eines der thailändischen Nationalgerichte. Als ich ihn das erste Mal probieren sollte, dachte ich so: Geht’s noch, Salat in Thailand? Nee nee, kann ich zuhause haben, und dann noch Obstsalat, pfui teufel, lass mal. Ich lag natürlich volle Möhre – oder eher – volle Papaya daneben. Der Salat ist eine Wucht, wie wahrscheinlich jeder Thai-Touri bezeugen kann. In Laos gibt es den Salat auch, in Kambodscha und Vietnam eine leicht abgewandelte Variante.

Der Salat muss scharf sein. Das gehört so. Aber der Schärfegrad hängt natürlich vom individuellen Empfinden ab. (Die Story mit tourist-spicy und lao-spicy habe ich ja an anderer Stelle schon mal erzählt.) Die Thai hauen in Som Tam schon mal zehn Chilischoten. Mir bringen zwei manchmal schon den Gaumen zum Zischen. Kommt ja auch immer auf die Schote an.

Som heißt übrigens sauer, tam zerstampfen. Die Zutaten werden nämlich kaum geschnippelt, sondern einfach mit dem Mörser zerstoßen.

Die Papaya ist grün, also unreif, hat also nichts mit der reifen Papaya in der Obstschale zu tun. Die Herausforderung besteht in Deutschland darin, eine grüne Papaya aufzutreiben. Ich habe Riesenglück und einen famosen Asia-Shop um die Ecke (für Hamburger: in der Bahrenfelder Straße, gegenüber vom Aurel). Man soll die Papaya aber auch geraspelt und getrocknet online bestellen können. Ich habe außerdem ein paar Mal gelesen, dass zur Not auch Möhren verwendet werden können. Kann mir kaum vorstellen, dass das schmeckt, ich habe aber schon mal Som Tam mit einer halbreifen Papaya gemacht, aus der normalen Obstabteilung im Supermarkt, das war auch lecker.

Das Schälen der Papaya funktioniert mit einem spitzen Messer okay. Besser wäre ein richtiger Gemüseschäler. In Thailand gibts natürlich sogar Papaya Peeler. Dann könnt ihr abgehen, wie der nette Herr hier.

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