Und es war Sommer… und sie aß einen Tomaaaaten-Nektarinen-Salaahaaaat

tomaten-nektarinen-salat-sommerWie kann es sein, dass man in den achtziger Jahren in Deutschland aufwächst, nicht taub ist und bis man 36 Jahre wird, nie Peter Maffays „Und es war Sommer“ gehört hat? Was ist da schief gelaufen im Leben meines Liebsten? Nein, er wurde nicht unter einem Stein oder in einer Höhle fernab der Zivilisation groß gezogen (gut, es war Hannover, aber …).

Als ich das erste Mal das Lied summte und er fragte, welches Lied das sein soll, dachte ich, er macht einen Witz. Tat er nicht. Kein Summen meinerseits ließ so etwas wie ein Flackern des Erkennens in seinen Augen entstehen.

Nun ja.

Wie kam ich darauf?

Richtig, ich brauchte eine Überschrift für diesen sommerlichen Super-Salat. Ha! Ich hoffe, jetzt haben alle einen Ohrwurm („und sie war einundreisssiiiiig…„) und Appetit. Also hier Lied anhören und dann ab in die Küche :-) Selten haben null Kalorien so gut geschmeckt.

Achso, das Rezept habe ich heute übrigens aus einer alten Effilee-Ausgabe gefischt.

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Sommersalat mit frittierten Zucchini und Himbeeren

frittierte-Zucchini-Sommersalat-Himbeeren

Zucchini-Salat

Angeblich soll die gelbe Zucchini genauso schmecken wie ihre grüne Schwester. Ich glaube das nicht. Ich glaube, das behaupten nur Leute, die auch keinen Unterschied schmecken, wenn sie Gummibärchen essen. Natürlich schmecken die alle unterschiedlich. Ein grüner Gummibär schmeckt viel besser als ein weißer oder gar gelber. Genauso ist es mit diesen Fruchtbonbons, Mentos. Orange Mentos finde ich persönlich echt widerlich und verstehe nicht, dass die nicht irgendwann aus dem Programm genommen werden. Vielleicht sollte ich mal eine Mail an die Produktmanager dort schreiben. Rosane Mentos sind nämlich richtig lecker. Natürlich erwische ich immer eine Packung, in denen ungefähr acht orange Bonbons und nur ein rosaner sind.

Ich weiß. Das Leben ist hart.

Naja, zurück zum Thema: Während ich bei Gummibärchen am liebsten die Grünen mag, ist es in Sachen Zucchini umgekehrt, da habe ich lieber die Gelben. Und wenn man die dann noch knusprig braun frittiert und mit Chili würzt, schmecken die fast wie ein kleines Steak. Jawohl. Der Salat an sich, den ich hier präsentiere, ist ist eher die Lieschen Müller-Nummer (Feldsalat, Ziegenkäse, Tomaten). Der Clou sind die Zucchini frite.

Hier könnt ihr In 80 Töpfen übrigens bei Facebook liken und die Rezepte immer gleich als Erstes sehen. Ich freue mich wie Bolle über jeden Fan :-)

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Zucchini-Couscoussalat mit Parmesan

Zucchini-Couscous-Salat

Ein dezenter kleiner Salatquickie, der so simpel ist, dass jeder echte Foodblog-Gourmet verächtlich die Nase rümpfen würde. Egal, ich bin da nicht so. Simpel ist gut und ich finde die Idee mit den geraspelten, angebratenen Zucchini erwähnenswert. Macht sich gut neben den üblichen Kartoffel– und Nudel- und Salat-Salaten, die die üblichen Gäste auf Grillabenden sind.

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Bunter Wintersalat: Schlank um die Hüften, warm ums Herz

Wintersalat

Winter und Salat passen sehr gut zusammen. Schön ist es, wenn der Salat nicht ganz kalt ist, sondern ein paar erwärmte Elemente in sich hat. Diese bunte Augenfreude hat ofen-warmen Kürbis und für Nicht-Vegetarier sogar noch ein paar Scheiben gebratenen Speck obendruff. Rot, grün, gelb und weiß: Wenn es stimmt, was manche Food-Wissenschaftler sagen, dass buntes Essen gesünder ist, dann ist das hier der absolute Top-Vitamin-Superkick-Salat! Und den kann man gut brauchen, wenn sie im Büro reihenweise umkippen wie die Fliegen.

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Thailand: Pomelo Salat – süss, salzig, scharf

Pomelo Salat ThaiPomelo Salat, was ist denn das? Also, das kam so: Letztens hat mich eine Freundin sehr lecker bekocht. Der Hit des Abends kam zum Dessert: Meine allererste Pomelo! Schade, dass wir uns erst mit Mitte 30 kennenlernen (also, ICH bin Mitte 30, die Frucht war deutlich jünger).

Ich war erst skeptisch – okay – genervt, als zum Nachtisch Obst auf den Tisch kam (Was soll das? Wo ist der Keks?), aber ich probierte höflich. Zum Glück! Wie lecker! So fest und doch weich. Kein tropfend-saftiges Orangen-Gesabber, kein zahnfleischunfreundlicher Apfel. Perfektes TV-Geknabber. Am nächsten Tag fand ich heraus, dass Pomelo Salat in Thailand der Hit ist! Ist mir seltsamerweise dort nie begegnet.

pomelo fruchtWer Thai Papaya Salat mag, wird den sogenannten Yam Som-O sicher lieben. In deutschen Thairestaurants steht er trotz der enormen Beliebtheit in der Heimat nie auf der Karte. Also schnell selber machen! Ich habe mir das Rezept aus vielen verschiedenen Thairezepteseiten zusammengesucht. Weiterlesen

Mexico: Huhn mole poblano mit Honig-Limetten-Romanasalat

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Huhn mit Schokoladen-Chili-Sauce

Huhn mit Schokoladen-Chili-Sauce

Bislang dachte ich bei mexikanischer Küche an Tortilla, Guacamole, Chili con carne. Dabei gibt es dort soviel mehr, z.B. Huhn mole poblano. Wie lecker! Das deutsche Huhn war sicher auch überrascht, sich in einer Schokoladen-Chili-Sauce wiederzufinden. Leider kann ich mit keiner Anekdote zu diesem Land aufwarten, da ich noch nie in Südamerika war (steht aber auf dem Reisewunschzettel). Dafür habe ich ein wenig die Geschichte zu dem Nationalgericht recherchiert.
Mole bedeutet soviel wie Sauce, wobei die Konsistenz viel dicker ist, fast pastenähnlich. Moles sind eine große Sache in Mexiko, jede Familie hatte ihr persönliches Geheimrezept, das die Frauen von Generation zu Generation weiterreichten. Moles wurden vor allem zu besonderen Festen und Anlässen gekocht, da es ein wahnsinniger Aufwand ist. (Die, die ich gemacht habe, ist stark vereinfacht) Eine echte Mole hat bis zu 70 Zutaten, manche allein bis zu zehn verschiedene Chilisorten. Der Clou an Mole ist das richtige Mischen der vielen Zutaten, das Zerstoßen und Stampfen kann bis zu einen ganzen Tag in Anspruch nehmen und ist echte körperliche Arbeit. Deshalb gibt es heute fertige Pasten in vielen mexikanischen Supermärkten. Manche Frauen kochen aber auch zuhause ihre Zutaten ein – meist in rauen Mengen, da sie sich im Kühlschrank etwas hält – und bringen diese dann in einem riesigen Topf zu einem benachbarten „Molino“, der über eine professionelle Mühle verfügt.
Die Ursprünge der von mir gemachten mole poblano (die bekannteste mole) sind umstritten, manche schreiben es den Azteken zu, andere meinen, die Azteken wären nie auf so eine verrückte Idee gekommen, Schokolade zu kochen. Eine andere Legende sagt, Nonnen hätten für den Besuch des Erzbischofs hastig die einzigen Zutaten zusammengeworfen, die sie hatten und damit das Nationalgericht begründet.
Wie auch immer, Huhn mole poblano lässt die Geschmacksnerven Salsa tanzen – ganz schön scharf und durch Schokolade, Zimt und Co. eine tolle Tiefe. Um dem dunkel-sinnlichen Geschmack etwas Leichtes entgegenzusetzen, gab es dazu Salat, der Süße und Frische mit zur Party brachte. Weiterlesen